3. 3.: Der Tag der magischen Drei

dreifacheAller guten Dinge sind Drei.

In Märchen und Mythen tritt die Drei häufig als Schlüsselzahl auf: Drei Wünsche, drei Töchter, drei Brüder, drei Prüfungen, drei goldene Haare des Teufels …

Die Drei ist eine der wichtigsten Zahlen in der Magie.
Deshalb finden wir sie in vielen Religionen und spirituellen Richtungen. Als weiße, rote und schwarze Kraft der dreifachen Göttin. Als Mondgöttin, die sich analog zum Wandel des Mondes in drei Gestalten zeigt. Als die drei Schicksalsweberinnen in den verschiedensten Kulturen, die den Lebensfaden spinnen, abspulen und schließlich abschneiden, wie die Nornen, die Parzen oder die Moiren. Patriarchale Religionen haben das übernommen und die heilige Dreifaltigkeit in ihr System aufgenommen. Wobei der sogenannte Heilige Geist in seinem Ursprung die weibliche Urkraft, das weibliche Urwissen Sophia ist.

In vielen Schöpfungsmythen stellt die Drei im Wesentlichen die Grundenergien dar: Entstehen – Bewahren – Vergehen.
Die Magie der Zahl 3 ist aber älter als alle bekannten spirituellen Richtungen und Religionen.

Das geheimnisvolle Verhältnis von Steinen zu Wasser

Über Jahrtausende hatten die Menschen kein numerisches System. Keilschriften kannten keine Zeichen für Zahlen.
In der Zählweise registrierte man nur ein Stück oder mehrere, bestenfalls viel oder weniger.
Es gab aber schon immer im menschlichen Empfinden und Erkennen zwei konstante Materialien: Trink-Wasser und Steine.

Und diese beiden unveränderlichen Naturprodukte stehen im Verhältnis 1:3.
Das heißt: Das Pauschalgewicht für Wasser ist = 1 und für Stein = 3.
Beim permanenten Umgang und Transport dieser beiden Gewichtsgrößen erkannten Menschen, dass ein bestimmtes Volumen Stein immer rund dreimal schwerer ist als das gleiche Volumen Wasser! Anders ausgedrückt: Ein Volumen Stein wiegt dreimal mehr als das gleiche Volumen Trinkwasser! Das war wichtig, um z.B. bei Tragen und Befördern von Wasser die Balance herstellen zu können.

Dieses Wissen gehörte zu den ältesten konstanten „Binsenweisheiten“ der Menschheit!

Der Wert 3 war also schon Jahrtausende vor der Einführung des numerischen Zahlensystems bekannt und gewissermaßen schon von der Natur vorprogrammiert – lange bevor die Menschen begannen, philosophisch zu denken.

Fülle, Orientierung und Zeitmaß

Da die Drei so essentiell war, erschien sie als magisch.
Das auch deswegen, weil es immer das Symbol des Fortschritts war, mit der Drei geht es weiter: Zwei Menschen können miteinander einen dritten schaffen und das Leben weitergeben.

Die moderne Gehirnforschung hat herausgefunden, dass erst nach einer dreimaligen Wiederholung etwas gemerkt werden kann. Also wir müssen 3 Mal etwas tun oder uns vorsagen, lesen etc. bis wir es verstanden haben, bis es verankert ist.

Die Drei ermöglicht es uns auch, uns zu orientieren, denn bei zwei Punkte gibt es zwar ein Gegenüber, doch erst mit einem dritten Punkt kann ein Verhältnis bestimmt werden (Beispiel: a ist näher an c als a an b). Und die zweidimensionale Welt hat auch noch kein Volumen. Drei ist daher eine Zahl der Fülle – in eine dreieckige Tüte kann man etwas füllen, einen dreieckigen Hut kann man aufsetzen.

Und: auf drei Beinen – einem Dreieck – kann schon etwas konstruiert werden, auf dem etwas abgestellt werden und ruhen kann. Das ist eine erste Stabilität, auf der Dinge (und auch Glaubenssätze bis hin zu ganzen Religionen) aufgebaut werden können.
Allerdings ist die 3 hier noch eine Basis, die leicht kippen kann, sie findet in der viel stabileren 4 ihre Fortsetzung und in der 5 ihre Vollendung.

Die Zahl Drei symbolisiert die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Meer, bzw. Unterwelt oder die des Menschen: Körper, Verstand und Seele.

Wir kennen drei Zeitabschnitte: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und die drei Lebensalter: Jugend, Reife bzw. Entfaltung und Alter.
Alle unsere Farben setzen sich aus den drei Primärfarben rot, gelb, blau zusammen.

Pythagoras erkannte, dass die 3 ist die erste Zahl ist, die Anfang, Mitte und Ende hat, und die einzige, die jeweils nur eines dieser Glieder besitzt.

Zwischen zwei Extremen einer bipolaren Welt gibt die Drei den ausgewogenen, beide Seiten versöhnende Mittelweg. Deswegen vermittelt sie uns auch ein Gefühl der Harmonie und kann uns sozusagen beruhigen – 3 x ausgespuckt bei Toi, Toi, Toi, 3 x auf Holz geklopft. In vielen magischen Lehren müssen Zaubersprüche 3 x  müssen aufgesagt werden, damit sie wirksam werden. Interessant in diesem Zusammenhang auch das bekannte Hexen-Einmaleins (in Goethes Faust I):
Du musst versteh’n!
Aus Eins mach Zehn
Und Zwei lass geh’n
Und Drei mach gleich
So bist Du reich.

3-fache Magie heute besonders wirksam

Aus all diesen Gründen wird dem dritten Tag des dritten Monats fast überall auf der Welt nachgesagt, dass er ein ganz besonderer Tag für alle Zauber und Rituale sei.
So soll heute die „Knoten- oder Flechtmagie“ ganz besonders wirksam sein.
Das kann man ja einfach einmal ausprobieren:

Entweder man flechtet aus drei Fäden oder Strängen einen Zopf – z.B. aus Natur-Garnen in den drei Farben der Göttin und der Frauenkraft: weiß, rot und schwarz. Oder man knüpft in einen Faden drei Knoten, die Körper, Geist und Seele bzw. Gesundheit, Schutz und Glück symbolisieren – oder welche Energie auch immer hilfreich erscheinen.

Heute – am 3. 3. – geflochten oder geknüpft, dient es als „Notfall-Zauber„. Denn die Energie wird erst beim Lösen der Knoten oder des Zopfes wirksam.

Dies eignet sich z.B., wenn man weiß, dass es in der nächsten Zeit eine herausfordernde Situation, wie z.B. eine Prüfung geben wird. Oder einfach, um schnell mehr Glück, magischen Schutz, eine unterstützende Energie „parat“ zu haben. Es dürfen nach altem magischen Gesetz auch drei solcher Bänder angefertigt werden.

Während des Knoten oder Knüpfens ist es gut, den Wunsch oder einen magischen Spruch 3 x laut auszusprechen (immer positiv formulieren!). Sobald man die eingeknüpfte Energie benötigt, wird der Knoten oder Zopf wieder mit demselben Spruch gelöst.

Will man den Zauber einfach von sich selbst unbeeinflusst wirken lassen, dann wird das geknotete oder geknüpfte Band vergraben oder einem Gewässer übergeben.  Wichtig ist es natürlich, das es sich um verrottbare Naturfasern handelt, die sich von selbst nach einiger Zeit wieder auflösen. Ist der Zauber gelöst – dann geht er in Erfüllung.
Wie gesagt: Einfach ausprobieren 😉

Allseits wünsche ich einen fröhlichen, magischen, kraftvollen Tag!

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