Internationaler Tag der Frauen in ländlichen Gebieten

karpo_2Heute – einen Tag vor dem Welternährungstag – findet der „Internationale Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“ statt. Das ist kein Zufall: Sind es doch die Bäuerinnen und Feldarbeiterinnen, die maßgeblich an der Nahrungsversorgung der Weltbevölkerung beteiligt sind.
Während der UNO-Frauen-Weltkonferenz 1995 in Peking hatten drei Nichtregierungsorganisationen die Idee zu diesem UN Welttag. Sie setzten damit eine Initiative zur Unterstützung der hart arbeitenden Landarbeiterinnen und wiesen auf die schwierige Situation von Landfrauen in vielen Regionen der Welt hin.
In Entwicklungsländern arbeiten Frauen oft unter härtesten Bedingungen, beispielsweise auf dem Feld, während sie zugleich Kinder aufziehen und ihre gesamte Familie ernähren müssen. Häufig werden sie dabei unterbezahlt oder arbeiten gänzlich ohne Lohn. Auch in Industrieländern haben ländliche Gebiete oft ein Armutsproblem, wodurch Landfrauen viel Kraft aufbringen müssen, um ihr Leben zu meistern. Und alle versorgen mit ihrer Arbeit uns mit Lebensmitteln – den Mitteln, die wir zum Leben brauchen.
Diese Frauen sind für mich Göttinnen!

Die Frauen hinter den Göttinnen

Ich bin ja überzeugt davon, dass hinter den alten Göttinnen, die wir kennen und die uns überliefert sind, in vielen Fällen eine tatsächliche Frau gestanden ist.
Eine Frau, die in die Geschichten und Mythen eingegangen ist.
Weil sie etwa Herausragendes geleistet hat, etwas erfunden hat, besonders gut für ihre Familie oder Sippe gesorgt hat oder diplomatisches Geschick bewiesen und damit Frieden gebracht hat.
Viele sind in die Geschichte eingegangen, weil sie hervorragend in ihrer Disziplin waren, wie etwa dem Heilen, dem Jagen, einem Handwerk oder in der Kultivierung von Pflanzen, die als Lebensmittel gedient haben.
Nicht aus reiner Phantasie gibt es ja diese unzähligen Heilungs-, Jagd-, Schmiede,- Web- und Spinn-Göttinnen und vor allem die nährenden und kraftvollen Urmütter.
Rund um den Erdball gibt es Weizen-, Reis-, Roggen-, Hirse-, Gersten-, Mais-, Mohn-, Paprika-, Weintrauben- oder Zuckerrohrgöttinnen.
taillte2Und viele, viele Göttinnen, von denen erzählt wird, sie haben das Land „urbar“ gemacht, sie haben den Menschen Techniken wie Säen und Pflügen beigebracht, ganz abgesehen von den zahlreichen Erntegöttinnen. Und Ernten will auch gelernt sein.
Das waren sicher nicht irgendwelche außerirdischen Geschöpfe, die aus dem Weltall aufgetaucht sind, das waren Frauen aus Fleisch und Blut.
Und aus der Frau, die tatsächlich gelebt hat, ist eine Ahnin geworden, von der man sich noch lange erzählt hat, aus der Ahnin wurde eine mythologische Figur und aus dieser eine Göttin.
Wieviel Arbeit, wieviel Kraft und Klugheit hinter dem Werk dieser Frauen gesteckt ist, daran denken wir kaum.
Und wieviele Frauen heute noch in der Linie dieser Urmütter und „Göttinnen“ stehen, das bemerken wir auch selten.
Daher finde ich diesen „Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“ gut und ehre sie – auch indem ich ganz besonders das Essen, das bei mir auf den Tisch kommt, wertschätze. Viele, viele Frauen waren daran beteiligt.
DANKE dafür!!!

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