Weder drei noch heilig noch Könige und schon gar nicht am 6. Januar

Wer kommt am 6. Januar? Zum Kripplein des frischgeborenen Heilands und zu uns in die Häuser? Die „Heiligen Drei Könige“?
Es hat sich ja eingebürgert, dass tausende von Kindern als „Heilige Drei Könige“ verkleidet knapp zwei Wochen nach Weihnachten, brav am 6. Januar durch die Lande ziehen, fromme Lieder singen und Spenden sammeln.
Davon steht nichts im Neuen Testament und ist wieder einmal so ein berühmter Schwindel in der Auslegung der Bibel.
Die meisten dieser Kinder glauben wahrscheinlich auch fest daran, dass die Originalvorlage für ihr Tun an einem 6. Januar das zwei Wochen alte Jesuskindlein besucht hat, dass diese tatsächlich auch drei, heilig und Könige waren.
Und dabei gehen sie einer faustdicken Lüge auf den Leim.

Denn von allem dem steht rein gar nichts in der Bibel steht. Weder zu heilig, noch zu drei, noch zu Königen können wir da was lesen und schon gar nicht zu irgendeinem Kalendertag.
Erwähnt werden sie – wenn auch mit einer anderen Bezeichnung – überhaupt nur im Matthäus-Evangelium. Mit einigen dürren Zeilen, die nicht viel Auskunft über diese Herren geben, dafür aber jede Menge Interpretationsspielraum zulassen.
Lukas und die anderen Evangelisten wissen von ihnen gar nichts.

„Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden?“.
So können wir das in der Bibel lesen – in der deutschen Übersetzung nach Luther.

Magier von Osten oder Weise aus dem Morgenland?

Im griechischen Ausgangstext des Matthäus-Evangeliums heißt es: „Mágoi apὸ anatolôn“ – übersetzt: „Magier von Osten“.
Luther übersetzte das mit „Weisen aus dem Morgenland“. Warum?
Weil zu seiner Zeit Magie etwas Böses war, entschied er sich für die unverfängliche Bezeichnung „Weise“. Und Osten schien ihm offenbar auch nicht entsprechend, weil das aus eurozentrischer Sicht etwas anderes bedeuten würde (z.B. Russland) und das geographisch nicht so gebildete Menschen missverstehen könnten.
Daher entschied er sich wohl für poetische Umschreibung des „Morgenlandes“.

Die Frage, die sich hier stellt ist, ob es legitim ist, die Bibel aus Gründen des Zeitgeistes oder der eigenen geographischen Weltanschauung einfach falsch zu übersetzen. Allein die Übersetzung dieser einen Bibelstelle lässt auf viele andere schließen. Es wurde so übersetzt es so, wie es gerade in den Kram passte und nicht, wie es im Originaltext gemeint ist.

Woher genau kamen sie? Welches „Osten“ ist gemeint?

Bleiben wir gleich einmal bei der Bezeichnung Osten, da ja Matthäus kein Land nennt, sondern vage schreibt, die Magier seien „aus dem Osten“ nach Jerusalem aufgebrochen.

Was liegt östlich von Bethlehem?
Das heutige Jordanien, der Irak und dahinter der Iran, man könnte noch Syrien und Saudi Arabien dazu zählen.

Viel deutet darauf hin, dass – sollte es diese „Magier“ wirklich gegeben haben – sie aus dem alten Babylon stammen mussten.
Im Osten von Jerusalem lag das Zweistromland von Euphrat und Tigris mit der Hauptstadt Babylon.
Das war früher eine Weltstadt mit Hochzivilisation.
Zur Zeit von Jesu Geburt war dessen Glanz längst verblasst, manche ihrer alten Tempel und Paläste lagen bereits in Trümmern – mit der Ausnahme einer wissenschaftlichen Disziplin, die sich die Babylonier bis in jene Zeit bewahrt hatten: Die Sternenkunde.
Es gab also ganz offenbar astronomisch wie astrologisch gebildete Menschen, die die Sterne genau beobachten, deuten und Vorhersagen treffen konnten.
Daher werden die „Mágoi“ oft auch als Sterndeuter übersetzt.

Trotz des unaufhaltsamen Niedergangs der Stadt Babylon harrte also noch eine kleine, allmählich aussterbende Gruppe von Sternkundigen dort aus. Möglicherweise waren sie Tempelpriester am Heiligtum der dortigen Stadtgottheit Marduk.
Kamen aus dieser Gruppe diese Magier, die beschlossen haben, einem „Stern“ zu folgen und den neuen „König“ zu suchen?
Dagegen spricht, dass gerade dieses Babylon in der Bibel gar nicht gut wegkommt und auch „Hure Babylon“ genannt wird und in der Johannesoffenbarung sie als der Ursprung, bzw. als „Mutter“ der Sünden Hurerei und Götzendienst bezeichnet wird. Und der Turmbau zu Babel ist ja auch nicht ohne. Ein wenige seltsam also, dass genau von dort diese wichtigen Männer kommen sollten.

Diese „Mágoi“ könnten auch Angehörige einer persischen Priesterkaste gewesen sein. Das Wort „Magier“ ist von dem altpersischen „maga-van“ abgeleitet, was so viel wie „Besitzer der Offenbarung“ bedeutet.
Mit „Mágoi“ werden nicht irgendwelche beliebigen Sterndeuter oder Weisen bezeichnet, sondern ganz spezifisch die Magawan oder Mager, die Priesterklasse der Meder, der uralten Religion dieses nordiranischen Volkes.
Ihre Hauptstadt Ekbatana, das heutige Hamadan im Nordiran, umgaben sie mit sieben farbigen Mauern, die den sieben damals bekannten Planeten entsprechen sollten.
Bei diesen „Magiern“ geht es daher nicht um Hokus Pokus oder Zauberei. Sie gehörten vielmehr der höchsten Bildungsschicht des persischen Landes an. Sie waren Priester, Mediziner, Philosophen in einem und überhaupt Gelehrte im Dienst des Volkes. Es waren die Besten ihres Landes. Sie waren bestrebt, ein heiliges Leben zu führen, vor allem auch in Hinsicht darauf, dass damals in Persien damals der uralte Mithras-Kult blühte, der an die Geburt eines Gottessohnes als Erlöser glaubt.
Auf den frühen Wandgemälden in Katakomben werden die Weisen auch immer mit der persischen Kopfbedeckung Pileus gezeigt. Ein kleines Käppchen, das den Hinterkopf  bedeckt, ähnlich jenem, das der Papst (!) heute trägt.

Eine andere Vermutung ist, weil der Begriff „Magier“ für die zoroastrische Priesterkaste aus einem Priesterstamm in Alexandria verwendet wurde, dass diese Magier aus Ägypten kamen. Das ist aber eher unwahrscheinlich, weil von Bethlehem gesehen, Ägypten im Westen liegt und es ja die eindeutige geographische Angabe „aus dem Osten“ gibt.

Wenn es verschiedene Vermutungen zur Herkunft dieser Herren gibt, eine stimmt ganz sicher nicht:
Jene, die uns der Volksglaube weiß machen will, nämlich, dass diese Könige aus drei verschiedenen Erdteile waren: Kaspar, der Myrrhe schenkender Afrikaner, Melchior, der Goldschätze überreichende Europäer und Balthasar, der asiatische König, der Weihrauch darbringt.

Wann kamen die Magier nach Bethlehem?

Nehmen wir also einmal an, die Magier sind aus dem Zweistromland, aus der Stadt Babylon gekommen.
Die Distanz nach Jerusalem beträgt rund 1200 Kilometer über zwei hohe Bergketten, durch zwei große Wüsten, über mehrere große Ströme.

Wie lange werden sie wohl für diese Wegstrecke gebraucht haben?
Wir haben dazu sogar eine genaue biblische Angabe und die finden wir in Esra 7,9.
Ein gewisser Esra ist genau diesen Weg nämlich auch gegangen und wir können als Zeitangabe lesen:
„Am ersten Tage des ersten Monats nämlich hatte er beschlossen, von Babel heraufzuziehen, und am ersten Tage des fünften Monats kam er nach Jerusalem …“

Also vier Monate – vorausgesetzt es gibt keine witterungsbedingten oder durch andere Unannehmlichkeiten hervorgerufenen Verzögerungen.

Dazu kommt sicher noch eine Zeit der Reisevorbereitung, sie werden ja wohl nicht, als sie den „Stern“ gesichtet haben, Hals über Kopf davon gestürmt sein.

Jetzt stellen sich die Fragen:
Sind sie schon vor der Geburt Jesus losgezogen oder erst danach?
Und wie alt war das Kind bei ihrer Ankunft?
Ein Säugling?

Die biblischen Angaben lassen da andere Rückschlüsse zu:
Der Verfasser des Lukas-Evangeliums erwähnt nur Joseph, Maria und die Hirten, sonst niemanden. Und es ist von einer Krippe die Rede.
Im Matthäus-Evangelium wiederum steht kein Wort von Krippe oder Hirten, nicht einmal etwas von Joseph. Der wird im Text erst wieder erwähnt, als die Sterndeuter schon abgezogen waren.
Als sie von Jerusalem kommend in Bethlehem eingetroffen sind „traten [sie] in das Haus und sahen das Kind mit seiner Mutter Maria“.  (Mt 2,11)
Jesus lag also nicht mehr in einer Krippe, sondern wohnte in einem Haus.
Wir können also davon ausgehen, dass sie einen nicht erst zwei Wochen alten Knaben vorgefunden haben, sondern dass dieser schon um einiges älter war.
Die beiden Evangelien, bei denen es kaum Überschneidungen gibt, schildern wahrscheinlich Ereignisse, die in einer mehr oder weniger großen zeitlichen Distanz zueinander standen.

Wären die tatsächlich Anwesenden, die mit ihren Erzählungen die Grundlage für die erst etwa 100 Jahre später verfassten Evangelien boten, bei zwei dicht aufeinander folgenden Ereignisse (Hirten und Magier) dabei gewesen, dann hätte das seinen Niederschlag wohl in beiden Evangelien gefunden.
Es gibt Vermutungen, dass Jesus beim Eintreffen der „Weisen Herren aus dem Morgenland“ schon zwei Jahre alt war.
Warum sonst hätte Herodes den Befehl geben sollen, alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren umbringen zu lassen.
Wobei anzumerken ist, dass es für diesen Kindsmord ja keine historische Quellen (außer jenen in der Bibel) gibt.
Das Bild links eines unbekannten Malers aus dem 13. Jahrhundert kommt der Wahrheit wahrscheinlich schon ziemlich nahe: Keine Krippenszene, nur die Mutter und das Kind, das schon auf deren Schoß sitzt und die Arme nach den Geschenken ausstreckt.

Warum dieser 6. Januar?

Heute prägt ein Text aus der Goldenen Legende („Legenda Aurea“), einem bekannten religiösen Volksbuch des Mittelalters, das Bewusstsein vieler KatholikInnen.
Daraus geht hervor, warum die Kirche den Dreikönigstag genau an diesem Tag feiert:
Es geht um das sogenannte „Epiphanie-Fest“, dessen Wortstamm im griechischen „epiphaneia“ für „Erscheinung, Offenbarwerden“ liegt.

Im frühen Volksglauben war dies die „Nacht der Wunder“, der Abschluss der Rauhnächte.
Die alte Muttergöttin Percht kündigt in der Perath-Nacht, der „Nacht der Leuchtenden“ das neue Strahlen und Leuchten an, das die Zeit des Todes und der Dunkelheit beendet.
Ihre italienische Version, die Göttin Befana bringt in der Nacht von 5. auf den 6. Januar Geschenke. In ihrem Namen ist das „Epiphanie“ noch deutlich zu erkennen.
Und mit beiden in enger Verbindung stehen die Drei Bethen (mehr zu ihnen ein wenig weiter unten im Text), die auch jeweils das „beth“ in ihrem Namen tragen, das wir auch in Beth-lehem finden.
Das kommt im übrigen vom hebräischen „beth lechem“ – „beth“ bedeutet „Haus“ und „lechem“ steht für „Brot“ oder ganz allgemein für Speise oder Nahrung.
Etwas, das man früher dem Segen der Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin zugeschrieben hat.
Unter „Haus der Brotes“ wird im übrigen auch der Brotbackofen verstanden.
Und der „Backofen“ ist auch eine Bezeichnung für die Gebärmutter. Maria hat also sozusagen in Bethlehem ihr Kind „ausgebacken“.
Mythologisch nahe verwandt mit der Percht ist die Göttin Holla, und von deren populären Märchen wissen wir, dass auch in ihrem Mythos ein Brotbackofen eine zentrale Rolle spielt.

Doch zurück zum 6. Januar: Dieser liegt 17. Tage nach der Wintersonnenwende, der dunkelsten Zeit im Jahr, zu der alles in Stille versinkt, die Zeit scheint für einige Tage still zu stehen.
Wie anders empfinden wir etwas mehr als zwei Wochen später die Energie?
Die Tage sind ja nur um eine Spur länger, doch die Zeitqualität ist spürbar eine andere. Hoffnungsfroh! Wir strecken wieder das Gesicht in die Sonne und das Rad der Zeit beginnt sich wieder zu drehen.
Das Wort „perath” kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet leuchtend, strahlend, prächtig, glänzend und ist der Ursprungsname der Göttin Percht.
In der Perath-Nacht freuten sich die Menschen und hofften auf die „Wiederauferstehung“ des Lebens und der Natur.
Damit verbunden gibt es im Volksglauben allerlei Bräuche, es wurde geräuchert, orakelt, der Percht und ihrer Wilden Jagd Weihegaben dargebracht, um sie um Segen für das Neue Jahr zu bitten.
Diese uralten und tief verwurzelten „heidnischen“ Rauhnachtsbräuche, so unterschiedlich sie vermutlich in den verschiedenen Gegenden waren, waren den christlichen Kirchenvätern ein Dorn im Auge. Da musste etwas anderes her, das die alte Tradition überlagert.

Nahe lag, die Textstelle aus dem Matthäus-Evangelium heranzuziehen und die Ankunft der „Drei Könige“ genau an diesen Tag zu setzen.
Dem nicht genug. Wenn etwas besonders wirkungsvoll sein soll, dann ist es gut, sich einer dreifachen Wirkung zu versichern. (Altes Gesetz der dreifachen Göttin).
Und so hat man der „ Epiphanie“, die nun als „Erscheinung des Herrn“ gedeutet wurde, noch zwei weitere Ereignisse drauf gesetzt. Von deren exakten Daten natürlich auch nichts in der Bibel steht, aber die angeblich alle an einem 6. Januar stattgefunden haben:
Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer und die Hochzeit zu Kanaa, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelte.
Bei letzterem kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass diese nicht im Januar stattgefunden hat. Wo dieses Kanaa genau lag, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Auf jeden Fall in Galiläa, ein Gebiet im Norden des heutigen Israels. Die Witterung im Januar ist auch dort absolut nicht dafür geeignet, ein großes Hochzeitsfest auszurichten, zu dem Gäste auch von weiter her kommen und die mit Lebensmittel bewirtet werden mussten. Und dass viele Gäste bei diesem Hochzeitsfest waren, kann man schon allein daraus schließen, dass ihnen der Wein ausgegangen ist. Als Jahreszeit, die sich als gute Reisezeit eignet und die eine Fülle an geernteten Lebensmittel bereithält, würde sich der Spätsommer oder frühe Herbst anbieten.
Warum also in diesem Fall der 6. Januar?
In sogenannten „heidnischen“ Vorstellungen fließt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, der „Nacht der Wunder“ aus manchen Quellen Wein. Auch das musste mit einem Wunder von Jesus neu besetzt werden.

Was an ihnen ist heilig?

Zurück zu den drei Herren, die ja als Könige und Heilige bezeichnet werden.
Das mit dem „heilig“ können wir schnell abhandeln:
Eine offizielle Heiligsprechung hat es nie gegeben.
Und das aus gutem Grund: Im 12. Jahrhundert war ein gewisser Rainald von Dassel Erzbischof von Köln und engster Berater und Kanzler von Friedrich I., genannt Barbarossa.
Ein schlauer Mann, dieser von Dassel: Zum einen ließ er die angeblichen Gebeine der drei „Könige“ von Mailand nach Köln überführen, was der Stadt einen starken Pilgerstrom brachte und auch die wirtschaftliche Bedeutung Kölns stärkte.
Zum anderen nutzte die Legende um die „Drei Könige“ politisch geschickt aus, um im damaligen Streit zwischen Papst und Kaiser seinem Herrn, Friedrich I. einen Vorteil zu verschaffen.
Seine These: Die Könige, also die weltlichen Herrscher, waren die ersten, die das Christkind anbeteten, und haben deshalb Vorrecht vor dem Papst.
Damit wird klar, warum auch alle nachfolgenden Päpste kein Interesse hatten, durch eine Heiligsprechung diese Sicht der Dinge zu befördern.
Und heilig sprechen, das kann nun Mal nur ein Papst.

Waren sie zu dritt?

Mit großer Wahrscheinlichkeit waren es, sollte diese Legende irgendeinen Wahrheitsgehalt haben, wesentlich mehr dieser „Weisen“ unterwegs nach Bethlehem.

Allein die Reise von über 1000 Kilometer durch die wilde unwirtliche Landschaft war für drei Personen alleine viel zu gefährlich. Gut, sie hätten sich für ihre Reise eine Karawane anschließen können und sind dann am Schluss nur zu dritt in Bethlehem angekommen.
Frühchristliche Darstellungen zeigen daher zwischen zwei und acht „Königen“.
Erst im 5. Jahrhundert schloss Papst Leo (440 – 461) aufgrund der drei Gaben auf drei Besucher. Ab dem 8. Jahrhundert wurden sie als Sinnbilder der drei Lebensalter des Menschen (Balthasar als Greis, Melchior ein Mann mittleren Alters, Kaspar ein Jüngling) gesehen, ab dem 12. Jahrhundert versinnbildlichten sie die drei damals bekannten Kontinente.
Das mit den „Drei“ Königen hat sich dann auch schnell eingebürgert, das kann man sich ja auch leicht merken.

Wie waren ihre richtigen Namen?

Davon ist in den wenigen Zeilen, die in der Bibel über sie stehen, nichts überliefert.

Ein griechisches Geschichtswerk, entstanden um das Jahr 500 und nur in einer schlechten lateinischen Übersetzung überliefert, nennt erstmals die Namen Bithisarea, Melichior und Gathaspa.
Im 6. Jahrhundert bekamen die drei edlen Herren dann die Namen: Thaddadia, Melchior und Balytora.
Bei den syrischen ChristInnen heißen sie Larvandad, Hormisdas und Gushnasaph.
Und in Armenien geht man von zwei Personen aus, die die Namen Kagba und Badadilma tragen.

Seit dem 8. Jahrhundert werden sie allgemein gültig Kaspar, Melchior und Balthasar genannt.

Der Name Melchior wird aus dem Hebräischen abgeleitet und mit „König des Lichts“ übersetzt. Balthasar kann man aus dem Hebräischen übersetzen mit „Gott wird helfen“ oder aus dem Altsyrischen ableiten als „Gott schütze den König“.
Der Name Kaspar soll sich vom persischen „Kandschwar“ ableiten, was so viel wie „Schatzmeister“ oder „Hüter des Schatzes“ bedeutet.

Die Geschenke aus den Kontinenten

Es hat sich auch eingebürgert, dass die drei Herren für drei verschiedene Erdteile stehen. Da laut Bibel alle aus „dem Osten“ kommen ist dies eher unwahrscheinlich, aber eine gute Erklärung für die Geschenke, die sie symbolisch für ihren jeweiligen Kontinent mitbrachten:

Balthasar wird mit einer asiatischen Herkunft in Verbindung gebracht. Er überbringt Weihrauch. Die traditionellen Anbaugebiete für Weihrauch sind die kalksteinhaltigen und extrem kargen Gebiete im Süden der arabischen Halbinsel (Oman und Jemen).

Kaspar wird auf Bildern oft als dunkelhäutiger Afrikaner abgebildet und überreicht Myrrhe als Geschenk.
Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Pflanze reicht vom nordöstlichen Kenia über das östliche Äthiopien, Djibouti und Somalia bis auf die arabischen Halbinsel Oman sowie Jemen.
Der „Myrrhenkönig“ wurde später zum „Mohrenkönig“.
Er wurde übrigens erst um das Jahr 1500 – also mit Beginn der Neuzeit – dunkelhäutig dargestellt. Eines der ersten Bilder, die ihn mit dunkler Hautfarbe zeigen, ist die „Anbetung der Könige“ von Albrecht Dürer (1504 gemalt). War dunkle Hautfarbe im europäischen Mittelalter lange negativ besetzt, so stand sie plötzlich für Exotik – und für den Anspruch des Christentums, alle Völker zu bekehren.

Nur mit dem Gold aus Europa hat man ziemlich daneben gegriffen.
Die größten Goldvorkommen heute sind in Süd- und Westafrika, den USA, der mongolischen Wüste Gobi, in Russland, Indonesien, sowie in Australien.
Vor 2000 Jahren waren das noch viele weiße Flecken auf der Landkarte.
Die Goldvorkommen in Europa sind damals wie heute äußerst gering.
Aber: Die europäischen Machthaber wussten schon immer geschickt, sich dieses Goldes zu bemächtigen. Und daher kann auch Melchior, der meist mit europäischen Gesichtszügen dargestellt wird, Gold als Gabe überreichen. Gold wird als kostbarstes Gut angesehen, das einem König, dem Sohn Gottes, würdig ist.

Angeblich gibt es von den drei Originalgaben noch Reliquien.
Der Legende nach übergab Maria diese Schätze vor dem Tod zwei rechtschaffenen Frauen. Von Jerusalem über Konstantinopel kamen sie schließlich auf den griechischen Berg Athos.
Die Athosmönche sind der Meinung, dass die Reliquien heilende Kräfte hätten und auf diese Weise die Ankunft Jesu Christi in der Welt bezeugten.

Übrigens:
Alle diese drei Geschenke sind tief in den alten Rauhnachtsbräuchen verankert. Weihrauch und Myrrhe sind wichtige Räuchersubstanzen.
Sie wirken nicht nur auf energetischer Ebene, sondern sind auch desinfizierend und entzündungshemmend.
Etwas, was nach einer Geburt in nicht wirklich hygienischen Umständen auch jede fachkundige Hebamme zur Anwendung gebracht hätte.
Und Gold steht immer für das Gold der Sonne, von der man zu Ende der Rauhnächte hofft, dass sie nun jeden Tag ein wenig früher aufgehen und intensiver scheinen möge.

Wie aus den Magiern Könige wurden

Woher und warum bekamen die „Mágoi“, die von Luther noch als die Weisen, später auch als Sterndeuter bezeichnet wurden, das Adelsprädikat „Könige“?
Als Könige wurden sie erstmals um das Jahr 200 nach Christus vom christlichen Schriftsteller Tertullian bezeichnet.

Dies wurzelt möglicherweise auf den alten Weissagungen der Bibel über das Kommen des Messias: „Die Könige von Tharsis werden Geschenke opfern; die Könige von Arabien und Saba werden Gaben darbringen … Alle Könige müssen ihm huldigen, / alle Völker ihm dienen. Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, / den Armen und den, der keinen Helfer hat. Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen, / er rettet das Leben der Armen. Von Unterdrückung und Gewalttat befreit er sie, / ihr Blut ist in seinen Augen kostbar.“
Psalme 72:10-14

Man nahm auch an, dass nur Könige Königsgeschenke überreichen können.

Den absoluten Durchbruch, mit dem die weisen Männer zu ihrer Königswürde kamen, erhielten sie allerdings durch den bereits bekannten Rainald von Dassel, seines Zeichens Erzbischof von Köln und Berater von Friedrich I.

Dazu ein wenig Reliquiengeschichte:
Im Kölner Dom sollen sich ja immer noch die Gebeine der drei Herren befinden, von denen wir weder wissen, ob es drei waren, ob sie überhaupt existierten und wenn ja, auch nichts mehr über deren weiteren Lebensweg erzählt wird, nachdem sie Bethlehem wieder verlassen hatten.

Hier kommt Helena ins Spiel, die Mutter von Kaiser Konstantin, der mit seiner „Konstantinischen Wende“ das Christentum zur Staatsreligion erhoben hat und dieser Religion damit zu ihrem entscheidenden Durchbruch verhalf.
Diese Helena also soll die Gebeine der drei weisen Herren in Palästina gefunden und nach Konstantinopel gebracht haben. Was schon seltsam genug ist, weil sie sich vermutlich bei ihrem Tod gar nicht mehr in Palästina aufhielten, sondern laut Matthäus-Evangelium ja „auf einem anderen Weg heim in ihr Land“ gezogen sind. (Mt 2,12)

Als Geschenk an den Bischof kamen die Gebeine im 4. Jahrhundert nach Mailand.
Stutzig macht, dass man ihnen dort offenbar keine besondere Bedeutung beigemessen hat. Bis zur Überführung der Gebeine aus Mailand nach Köln war in keiner historischen Quelle der selbstbewussten italienischen Stadt von Reliquien der „Heiligen Drei Könige“ die Rede.
Diese Überführung sorgte dann allerdings umso mehr für großes Aufsehen. Und das war gewollt. Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel inszenierte sie als Zeichen für die göttliche Legitimation der kaiserlichen Herrschaft von Friedrich I. – mit Pomp und Geschick.
Ob Rainald von Dassel sich der zweifelhaften Echtheit der Reliquien bewusst war, ist offen. Fest steht, dass der Besitz der angeblichen Gebeine dem Kaiser hoch willkommen war. Denn sie unterstützten Barbarossas Anspruch, ein unmittelbar von Gott gestiftetes Kaisertum innezuhaben, das nicht der Bestätigung durch den Papst bedurfte.

Erst im zeitlichen Zusammenhang mit der Verehrung in Köln tauchen mehr und mehr Darstellungen und Legenden auf, die von den „Heiligen Drei Königen“ handeln.

Vor allem dem katholischen Christentum kam das ganz Recht. Damit wurde Jesus als „König aller Könige“ legitimiert, weil es ja angebliche Könige waren, die ihn als erste Menschen anbeteten.

Die zweifelhaften Reliquien lagern angeblich bis heute in Köln in einem Schrein, sie waren der Anlass für den Bau des Kölner Doms.

Zipfelmützen als Zeichen der Würde oder des Widerstands

Ein lustiges Detail am Rande: Was trugen die „Könige“ auf ihren Köpfen?
Kronen? Eher nicht, wenn man diversen alten Darstellungen trauen darf.
Auf dem Mosaik in der Kirche Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna aus dem 5./6. Jahrhundert tragen sie phrygische Mützen als Zeichen ihrer Herkunft aus dem Osten.

Die phrygische Mütze war ursprünglich ein gegerbter Stier-Hodensack samt der umliegenden Fellpartie.
Nach der Vorstellung der Griechen sollte ein solches Kleidungsstück die besonderen Fähigkeiten des Tieres auf seinen Träger übertragen.
Im Altertum kennzeichnete die phrygische Mütze vor allem die Herkunft des Bemützten aus Kleinasien oder seinen Stand: Die Zugehörigkeit zur Priesterkaste der Meder.
Der persische Gott Mithras wird stets mit so einer phrygischen Mütze abgebildet.
Das ist schon ein recht deutliches Symbol, das in den Darstellungen der „Heiligen Drei Könige“ auf deren Würde und die Herkunft Rückschlüsse zulässt.

Allerdings gibt es ein seltsames Kennzeichen hier und bei allen Folgemodellen:
Der Zipfel steht nach vorn. Damit wurde die phrygische Mütze zum Symbol des offenen Widerspruchs gegen die Bevormundung „von oben“.
Das aufrührerische, obrigkeitskritische und oft illegale Tun des Mützenträgers wird vielfach dargestellt:
Mit der phrygischen Mütze erscheinen die Amazonen, die geborenen Feindinnen der patriarchalischen Ordnung. Auch Paris, der Prinz von Troja, wird so dargestellt, weil er Helena mit illegalen, magischen Mitteln entführt hat.
Die Altarbilder in den römischen Mithräen zeigen den Stiertöter Mithras mit phrygischer Mütze.
Bis hin zur Französischen Revolution war die phrygische Mütze ein Freiheitssymbol.

Und auch die Weisen aus dem Osten suchten ja – wenn man so will – in revolutionärer Weise einen „neuen König“ und lehnten sich damit gegen alte Obrigkeiten auf.

Ähnliche Zipfelmützen sind heute übrigens durch Gartenzwerge, den Weihnachtsmann – beide in roter Farbe – und Trickfiguren wie die Schlümpfe oder die Mainzelmännchen bekannt.

Die Zeichen an der Tür

So, nun schreiben brave, fleißige Kinder am 6. Januar drei Buchstaben an die Türen, die Segen bringen sollen.
Sind das die Anfangsbuchstaben der drei Herren, deren Namen ja, wie wir bereits wissen, nicht in der Bibel stehen?
Woher kommen diese drei Buchstaben ursprünglich?
Da gibt es Katharina, Margarethe, Barbara – die „heiligen drei Madln“, einer in den Ostalpen seit bald 1000 Jahren allgegenwärtigen Frauen-Trinität.

Diese haben ihre mythologischen Wurzeln in den Drei Bethen – der alpenländisch-keltische Triade aus Erd-, Mond- und Sonnenmutter Wilbeth, Ambeth und Borbeth.

Dass deren Anfangsbuchstaben   „K M B“ für „Katharina, Margarethe, Barbara“ mit jenen des weit gereisten Trios Kaspar, Melchior und Balthasar ident sind, ist natürlich kein Zufall.

Die drei Bethen werden meist als gütige Frauen bzw. Göttinnen beschrieben, die durch die Lande ziehen, weisen Rat erteilen, Gaben schenken und mit denen man auch über das Schicksal reden oder verhandeln kann. Die Menschen glaubten an die Kraft der Bethen und wandten sich an sie bei Angelegenheit in Sachen Fruchtbarkeit bei Mensch, Tier und Feldern, für den Schutz der Arbeit bei allen Erntezyklen, bei Geburten, Krankheiten und Tod.
Der Glaube und der Kult rund um die drei Bethen war im Volk also tief verankert.
Dies ganz zum Missfallen der christlichen Kirchenväter. Also wurde wie bei vielen anderen alten Göttinnen auch hier ein bewährter Kunstkniff angewandt und es fand eine Umwandlung in Heilige – statt. So wurde aus Wilbeth Katharina, aus Ambeth Margarethe und aus Borbeth Barbara.

Jeder wurde eine fadenscheinige historische Geschichte mit einer blutrünstig-deftigen Märtyterinnen-Legende angedichtet und fertig waren sie, die „heiligen Drei Madeln“, christliche Nothelferinnen, die sonst in vielen Details ihres Kultes und mit ihren Attributen den alten Göttinnen glichen.
Das war wichtig für den Wiedererkennungswert.
Spannender Weise gibt es Darstellungen der heiligen drei Frauen in Kirchen, die noch immer die alten Bethen-Namen (in ihren unterschiedlichen Formen) tragen.

Bei diesen Frauenfiguren schimmerte aber immer noch zu viel der alten Göttinnen-Kraft durch und daher fand eine neuerliche Verwandlung statt.
Diesmal in drei Männer, die sogenannten Heiligen Drei Könige, die, wie eingehend ausgeführt, in dieser Form natürlich eine pure Erfindung sind.
Der heute übliche Dreikönigsumzug entspricht einer älteren Tradition und ist vermutlich der Bethen-Umzug oder vielleicht auch identisch mit dem Perchtenlauf.
Die drei Bethen werden auch immer wieder „Drei Perchten“ genannt.
Besonders zu Ende der Rauhnächte, also am 5. und 6. Januar ziehen sie nochmals herum und segnen das Land und die Häuser.
Die Segenszeichen K M B passen natürlich gut auf die Anfangsbuchstaben der Namen der erfundenen drei Könige, haben ihre Wurzeln aber in Katharina, Margarethe, Barbara.
Doch es gibt es einen kleinen, aber be­deu­tenden Unterschied zwischen den Zei­chen der drei Her­ren aus den Morgenland und jenen der Muttergöttinnen:

Zwischen den Segenszeichen der „Heiligen drei Madln“ finden wir nicht das Kreuz als Zeichen des Todes „+“ son­dern das „x“ als Zei­chen des Lebens – die Gebärhaltung, wie wir sie z.B. auch von der russischen Wintergöttin Rozha­nitza ken­nen – das hoffnungsfrohe Öffnen hin zur Erde und zum Himmel.

Das unfruchtbare Bemühen der Umdeutung der Göttinnen in orientalische Könige wird trotz versuchter Verschleierung letztendlich gerade in den Namens-Spielen und Initialen-Deutereien sichtbar!
Genauso wie die schwarze Barbara, die weiße Katharina und die rote Margaretha mit ihren Vorfahrinnen Borbeth, Wilbeth und Ambeth bis in die Symbolfarben übereinstimmen, so war Kaspar der schwarze Schatzmeister, Melchior der weiße König des Lichts und Balthasar der „christianisierte“ rote Belsazar oder Baal(!), der Stierheros der syro-phönikischen Kuhgöttin und Gebieterin des Himmels Anath, mythologische „Schwester“ der fruchtbaren keltischen Ana-beth oder Ambeth!

Der weitere Lebensweg der drei Herren

Die biblische Textstelle, die von den „Mágoi“ erzählt, ist sehr knapp gehalten.
Wir bekommen von ihnen nicht wirklich entscheidende Informationen.
Was machten sie, nachdem sie Jesus gefunden und ihre Gaben dargebracht haben?
Dazu steht bei Matthäus lapidar nur ein Satz: „Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Mt 2,12
Das war’s! Danach verlief ihr weiterer Werdegang im Ungewissen.
Dennoch spielen diese fremden Orientalen, die Jesus ihren Besuch abstatteten eine große Rolle.
Bedeutsamer als man es mit diesem kurzem Vermerk in der Bibel vermuten könnte. Immerhin lösten sie mit ihren Erscheinen die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten aus. Was diese dort gemacht hat und wie lange sie blieben, auch davon gibt die Heilige Schrift keine Auskunft.
Vielleicht ging es also nur um die Erfüllung einer Prophezeiung, warum die ganze Story mit den Weisen, dem Kindsmord und der Flucht erzählt (erfunden?) wurde.
„Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“
Aus welchem Grund sonst sollte die Familie mit einem kleinen Kind nach Ägypten ziehen? Mt 2,15
Ein ganz schönes Konstrukt also.

Eigentlich passen diese Fremden, die da von weit her kamen, auch so gar nicht in den biblischen Kontext. Denn sie schöpften ihr Wissen aus – vor dem Hintergrund der Bibel – ziemlich suspekten Quellen: Sie stützen sich auf die Beobachtung und Deutung der Natur und der Gestirne und nicht auf Offenbarungen oder tradierte Schriften wie die Menschen in Israel.
Und davor wird z. B. schon in Dtn 18,10+12 gewarnt: „Es soll bei dir keinen geben, der …. Losorakel befragt, Wolken deutet … Denn jeder, der so etwas tut, ist dem Herrn ein Gräuel.“
Also eigentlich hätte die Bibel vor solchen „Magiern“ eher warnen und sie erst gar nicht in die Nähe des neugeborenen Heilands lassen sollen.

Spätere christliche Interpretation haben die „Heiligen Drei Könige“ sogar zu Konvertiten gemacht. Es steht aber nirgendwo in der Bibel, dass sie Christen wurden, ja nicht einmal, dass sie sich, etwa wie Patenonkeln, für den weiteren Lebensweg jenes Kindes interessierten, wegen dem sie den weiten Weg auf sich nahmen und dem bedeutsamen Stern gefolgt sind.
Die Magier haben damit offenbar ihren Job erfüllt und blieben, was sie waren, und kehrten in ihre Heimat zurück.

Stellt sich zuletzt die Frage: Warum pflegen Milliarden von durch ihren Glauben der Wahrheit und Wahrhaftigkeit verpflichteten ChristInnen Bräuche weiter, um die sich so viele Legenden und Fehlinterpretationen ranken, und die die biblischen Fakten um die Geburt von Jesu verdrehen?
Warum stehen sie zu Weihnachten bei einem Baum, der ein klassisches „heidnisches“ Symbol ist, inszenieren darunter einen „Stall“ mit lauter erfundener Dinge wie Ochs, Esel, Schafen, Hirten und Heiligen Drei Königen, die alle gleichzeitig anwesend sind, darüber eine Sternschnuppe und singen „heilige“ Lieder mit Texten, die in keinster Weise dem biblischen Wahrheitsgehalt entsprechen?
Und kommen sich dabei noch sehr fromm vor.
Wie gut, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Der würde sich sonst angesichts all dessen glatt im Grabe umdrehen.

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Mehr Informationen zu den erwähnten Göttinnen:

Ambeth
Anath
Befana
Borbeth
Drei Bethen
Holla
Maria
Percht
Rozha­nitza
Wilbeth

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Bildquellen:

Schwetzingen – Darstellung der Heiligen Drei Könige an einem Gebäude in der Dreikönigstraße / 3268zauber
commons.wikimedia.org

Die drei Weisen bei König Herodes / James Tissot
Wikipedia/Public Domain

The pictorial Bible and commentator- presenting the great truths of God’s word in the most simple, pleasing, affectionate, and instructive manner (1878) /  Cobbin, Ingram
commons.wikimedia.org

Adoration of the Magi
commons.wikimedia.org

Percht
artedea.net

Reise der Könige / James Tissot
Wikipedia/Public Domain

Anbetung der Könige (Albrecht Dürer)
commons.wikimedia.org

Köln Dreikönigsschrein / Beckstet
de.wikipedia.org

Magi / Nina-no
commons.wikimedia.org

Phrygische Mütze / Bastian
de.wikipedia.org

Drei Bethen
artedea.net

Leutstetten – St. Alto – Triptychon Mitteltafel / Wolfgang Rieger
commons.wikimedia.org

KMB
privat

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