Sonne, Mond und Sterne – und gleich einmal eine Mondfinsternis

2020 geht gleich fulminant los: Der erste Vollmond morgen Nacht, dem 10. Januar beschert uns gleich eine partielle Mondfinsternis. Ab etwa 19 Uhr kann man bei genauem Hinsehen erkennen, wie sich der Halbschatten der Erde über die Mondscheibe legt. Die größte Verdunkelung des Mondes ist um 20.11 Uhr erreicht, gegen 21.23 Uhr dürfte man den Halbschatten auf dem Mond nicht mehr wahrnehmen.
Und das alles in einem sehr intensiven „Krebs-Vollmond“.
Am Sonntagabend folgt dann auch noch eine Saturn-Pluto-Konjunktion und zwar im Sternzeichen Steinbock. Ich bin ja astrologisch nicht sehr bewandert, aber habe erfahren, dass die letzte Saturn-Pluto Konjunktion in Steinbock 1517 stattfand, als die Reformation den Westen revolutioniert und damit eine neue Zeit eingeleitet hat. Und als Pluto das letzte Mal 1762–1778 durchs Steinbockreich gewandert ist, brach kurz darauf die französische Revolution aus.
Wer mehr dazu wissen will, hier ist die Quelle meines Wissens.
Wir können auf jeden Fall gespannt sein.

Das Jahr des Mondes

Jedes Jahr ist übrigens laut 100-jährigem Kalender einem bestimmten Himmelskörpers zugeordnet.
Dieses folgt aber nicht unseren Kalendermonaten, sondern beginnt mit der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche am 20. März. Wir befinden uns also noch im Merkurjahr, aber schon bald folgt das Mondjahr.
Dieses Mondjahr scheint seine Fühler schon auszustrecken. Und ich überlege mir, was die Mondfinsternis gleich zum ersten Vollmond bedeuten mag.

Der Mond oder die Mondin, wie sie auch gerne genannt wird, steht ja für die weibliche Energie. So wird in astrologisch-esoterischen Kreisen ja oft behauptet.

Es gibt in vielen Kulturen Mondgöttinnen und diese stehen immer wieder auch für das weibliche Urprinzip.
Es gibt ja die Theorie, dass das Gestein, das nun den Mond bildet, einst Material der Erde war, die herausgesprengt wurde. An diesen Stellen hat sich auf der Erde das Meer gebildet.
Nun umkreist er den Mutterplaneten und hat eine große Bedeutung für die Gezeiten der Meere und
auf alles Wasser und damit auch auf unsere Gefühle. Auch die Körperflüssigkeiten schwingen mit dem Mond mit. Nicht von ungefähr folgt der Menstruationszyklus dem Mondrhythmus.

Die sanfte Kraft des Widerspiegelns

Was bedeutet nun diese weibliche Energie des Mondes für das auf der Erde vorherrschende patriarchalem System?
Er spiegelt das Sonnenlicht wider. Und in vielen Mythen gilt die Sonne ja als männliche Prinzip. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass wir uns in unserem Kalendersystem am Sonntag (dem Tag es Herren) ausruhen können und just am Montag (Mond-Tag) die Arbeit wieder aufnehmen.

Das Sonnenlicht können wir in seiner Ursprungsquelle nicht anschauen, ein Blick in die Sonne blendet uns zu sehr.
Wo wir es aber wunderbar betrachten können, ist in seiner Widerspiegelung am Mond. Sanft und hell am nächtlichen Himmel scheint es uns da.
Man könnte fast sagen:
Das, was in der Sonne als Kraft liegt, tritt beim Mond in Erscheinung.

Nun, was könnte uns eine also Mondfinsternis sagen?
Rein physikalisch gesehen, tritt die Erde zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten auf den Mond.

Bei einer totalen Mondfinsternis verdunkelt sich der Mond und scheint nur mehr dunkelrot. Daher wird dieser auch Blutmond genannt.

Bei einer partiellen Mondfinsternis, wie wir sie morgen haben, wird der Mond mit einem grauem Schleier überzogen.
Wenn wir nun die Sonne als das männliche und die „Mondin“ als das weibliche Prinzip verstehen, dann könnten wir zum Schluss kommen, dass sich Frau Luna für einige Zeit weigert, dieses männliche Prinzip vollinhaltlich widerzuspiegeln.
Wer schiebt sich da dazwischen?

Die gute alte Mutter Erde, die dieses patriarchale System, das sich auf ihr breit gemacht hat, wahrscheinlich mehr als satt hat.

Das sind einfach ein paar Gedankenanstöße, die ihr gerne weiterspinnen könnt.

Zeitenwende im Dezember?

Übrigens: Was mit Mondfinsternis und Saturn-Pluto Konjunktion im Januar dieses Jahres beginnt, endet mit einer weiteren sehr spannenden Himmelskonstellation am Ende des Jahres genau zur Wintersonnenwende:
Da gibt es eine Konjunktion von Jupiter und Saturn.
Diese Konstellation wird oft auch als der „Stern von Bethlehem“ angesehen.
Damals, vor rund 2000 Jahren stand diese im Sternzeichen der Fische und es heißt ja, dass mit der Geburt von Jesus das „Fische-Zeitalter“ begann.
Heuer kurz vor „Weihnachten“ finden kommen Saturn und Pluto im Sternzeichen des Wassermanns eng zueinander. Oft wird von so einer astronomisch-astrologischen Konstellation vom Beginn einer neuen Zeitenwende gesprochen.

Ich sing schon mal: „This is the dawning of the age of Aquarius …“

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Bildquellen:

Chia –  artedea.net

Mama Quilla – artedea.net

bby_partielle Mondfinsternis – flickr.com

Kern- und Halbschatten der Erde (nicht maßstabsgetreu) / Geometry of a Lunar Eclipse.svg – de.wikipedia.org

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