Mit der Baba Marta den März beginnen

Der März ist eine Frau und heißt Marta. Eigentlich ein Großmutter – Baba Marta. Sie erscheint entweder als alte mürrisch Frau, die im März das Wetter nach ihrer Laune ändert und noch Stürme, Schnee und Kälte bringen kann. Oder aber auch als junge Frau, eine Frühlingsgöttin mit weißer Haut und roten Wangen.
Ganz so wechselhaft, wie sich uns auch der März mit seinem Wetter zeigt.
So verhält es sich zumindest in Bulgarien. Denn die Ankunft der Baba Marta wird immer noch in ganz Bulgarien (und auch in angrenzenden Ländern) am 1. März groß ge­feiert.
Liebevoll wird sie Großmütterchen März – Baba Marta – genannt. Die Menschen begrüßen einander an diesem Tag mit „Chestita Baba Marta“ – „Glückliche Oma Marta“.

Rot und weiß als Farben der Märzmutter

Ihre Farben sind sind weiß und rot – wie der Schnee und die ersten zarten Blüten sowie wie die rote Fruchtbarkeit und die sonnige Kraft, die der März verspricht.
Ihr zu Ehren und um den Früh­ling zu ru­fen, wer­den in Bulgarien sogenannte Martenizi (oder Martenka) ange­fer­tigt. Das sind Püppchen oder Scheiben mit Quasten, aus Wollfäden geflochtene Armbänder bzw. kleine Schmuckstücke.

Diese werden an Kleidungsstücke an der linken Seite beim Herzen angeheftet oder als Armband getragen. Mit dem Verschenken und dem Tragen dieser Symbole wollen die Menschen die Göttin Baba Marta als Personifizierung des Monats März mild stimmen.
Rot-weiß geschmückt werden auch Tiere, Bäume, Hauseingänge, Arbeitsgeräte, damit diesen der Segen der Märzmutter zuteil wird. Zu einer Spirale gedreht sind sie so etwas wie die Nabelschnur zur Mutter Natur.

Beim ersten Anzeichen, dass nun der Frühling wirklich kommt, also wenn eine Schwalbe, ein Storch bzw. ein blühender Baum gesichtet wird, spätestens jedoch am 1. April wird das Martenizi auf einen Baum gehängt oder unter einen Stein gelegt. Dabei wünscht sich etwas Schönes.

Zu Ehren der Göttin haben die Frauen frei (auch wenn der 1. März nicht so wie heuer auf  einen Sonntag fällt), sie treffen einander, feiern und tanzen, um in traditionellen Ritualen die junge frische Frauenkraft zu feiern. Dabei gibt es auch wunderbare Rituale, bei denen Frauen einander für das kommende Jahr als Freundinnen ihre Zuneigung und ihre Hilfsbereitschaft bestätigen.

Auf diesem Youtube-Clip ist etwas von der ursprünglichen Kraft noch gut spürbar, obwohl der Tanz in den Frühling nicht in der Natur sondern auf einer Bühne stattfindet.

Martenizi lassen sich ganz leicht basteln – wenn du es als Stichwort bei der google-Bildersucher eingibst (auch in der bulgarischen Schreibweise: мартеници), findest du vielfältige schöne Exemplare.
Vielleicht magst du eine Freundin heute mit einem Martenizi überraschen und es ist auch eine gute Gelegenheit, ihr zu sagen, wie gerne du sie hast, wie sehr du die Verbundenheit mit ihr schätzt …

Auf jeden Fall sollten wir unbedingt den Brauch übernehmen, am 1. März mit Frauen zu feiern und zu tanzen und junge frische Frauenkraft zu feiern, was meint ihr?

Und noch mehr über Baba Marta nachzulesen gibt es hier

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Bildquellen:
Baba Marta – artedea.net
Martenizi – privat
Martenici Starosel Iz1 / Izvora / commons.wikimedia.org/

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