Thanks­giving – das Fest des Teilens

In den USA wird am vier­ten Donnerstag im November der „Thanks­giving Day“ gefeiert. Er ist ein staat­licher Feier­tag. Das Fest erin­nert an das erste Ern­tedank­fest, das im Mai 1541 der spa­nische Ent­de­cker Francisco Vas­quez de Coro­na­do mit 1500 Mann ge­mein­sam mit den Men­schen des indi­ge­nen Cad­do-Vol­kes im Ge­biet des heu­tigen Te­xas feierte.
Die Geschichte er­zählt, dass sich die Euro­päer nicht ohne die Hil­fe der indi­ge­nen Einwohne­rIn­nen Ame­rikas über den Win­ter hät­ten ret­ten kön­nen, da sie ja selbst nichts an­ge­baut und ge­ern­tet ha­ben und von den
Vor­räten der dort le­ben­den Men­schen miternährt wur­den. Danach wurde den Europäern gezeigt, wie man Mais und andere einheimische Pflanzen anbaut, damit diese sich selbst erhalten können.

In Zeiten wie diesen ist genau das aktueller denn je!
Die, die die Vorräte haben, teilen sie mit jenen, die gekommen sind.

Feiern und teilen mit den „Freunden“

Aus Dank da­rüber hät­ten die Spanier mit den Men­schen der „Neuen Welt“ drei Tage lang ge­feiert und hieraus sei das Thanks­giving-Fest ent­stan­den. Dabei soll es offenbar sehr fried­lich und freund­schaft­lich zu­gegangen sein.

Die Caddo feierten mit den „Teja“. Dieses Wort bedeutet in de­ren Sprache „Freund“ und wur­de später der Na­me des Staates Texas.
Auf je­den Fall be­zeich­nete die „Te­xas Socie­ty Daugh­ters of the Ame­ri­can Colo­nists“ 1959 die­ses Ereignis als das „ers­te Thanks­gi­ving“.

Traditionell wird da­zu im Fa­milienkreis ein Trut­hahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen und Nachspeisen ver­speist. Üblich ist es, dass vor dem Fest­mahl alle sa­gen, wofür sie dankbar sind. Große Familienfeste so wie in den vergangenen Jahren wird es wohl heuer nicht geben. Aber wir haben andere Methoden gefunden, uns unsere Zuneigung und Dankbarkeit ausdrücken.
Und in vielen Familien werden an diesem Abend auch arme, ein­sa­me, älte­re und auch obdach­lose Men­schen zum traditionellen Fest­schmaus gela­den bzw. für karita­ti­ve Zwecke gespendet. Zweiteres können wir auch jetzt tun (nicht nur in Amerika).
All das soll sym­bo­lisch das Tei­len nach­voll­zie­hen, das zum ge­mein­schaft­li­chen Wesens­zug der indi­ge­nen Völ­ker Ame­ri­kas ge­hört und das den Spa­niern einst das Überleben gesichert hat
Oft wird Thanksgiving einfach als die amerika­ni­sche Ver­sion der euro­päischen Erntedankfes­te verstan­den. Seine Bedeu­tung ist aber um­fas­sender – es ist ein Dank­fest für al­les Gu­te und allen Er­folg.

Bild: Göttin Xmucane

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