Thanks­giving – das Fest des Teilens

In den USA wird jeweils am vier­ten Donnerstag im November der „Thanksgiving Day“ gefeiert.
Er ist ein staat­licher Feiertag, der 2022 auf den heutigen 24. November fällt. Dieses Fest erinnert an das erste Erntedankfest, das im Mai 1541 der spa­nische Ent­de­cker Francisco Vas­quez de Coro­na­do mit 1500 Mann gemeinsam mit den Men­schen des indi­ge­nen Caddo-Vol­kes im Ge­biet des heutigen Te­xas feierte.

Die Geschichte erzählt, dass sich die Europäer nicht ohne die Hilfe der indigenen EinwohnerInnen Amerikas über den Winter hätten retten können, da sie ja selbst nichts angebaut und geerntet haben und von den Vorräten der dort lebenden Menschen miternährt wurden. Danach wurde den Europäern gezeigt, wie man Mais und andere einheimische Pflanzen anbaut, damit diese sich selbst erhalten können.

In Zeiten wie diesen ist genau das aktueller denn je!
Die, die die Vorräte haben, teilen sie mit jenen, die gekommen sind.

Feiern und teilen mit den „Freunden“

Aus Dank da­rüber hät­ten die Spanier mit den Men­schen der „Neuen Welt“ drei Tage lang ge­feiert und hieraus sei das Thanks­giving-Fest ent­stan­den. Dabei soll es offenbar sehr fried­lich und freund­schaft­lich zu­gegangen sein.

Die Caddo feierten mit den „Teja“. Dieses Wort bedeutet in deren Sprache „Freund“ und wurde später der Name des Staates Texas.
Auf je­den Fall be­zeich­nete die „Te­xas Socie­ty Daugh­ters of the Ame­ri­can Colo­nists“ 1959 die­ses Ereignis als das „ers­te Thanks­gi­ving“.

Traditionell wird ­zu Thanksgiving im Familienkreis ein Trut­hahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen und Nachspeisen verspeist.
Eine schöne Tradition ist es, dass vor dem Fest­mahl alle sa­gen, wofür sie dankbar sind.
Und in vielen Familien werden an diesem Abend auch arme, ein­sa­me, älte­re und auch obdach­lose Menschen zum traditionellen Festschmaus gela­den bzw. für karita­ti­ve Zwecke gespendet. Zweiteres können wir auch jetzt tun (nicht nur in Amerika).
All das soll sym­bo­lisch das Tei­len nach­voll­zie­hen, das zum ge­mein­schaft­li­chen Wesens­zug der indi­ge­nen Völ­ker Ame­ri­kas ge­hört und das den Spa­niern einst das Überleben gesichert hat
Oft wird Thanksgiving einfach als die amerika­ni­sche Ver­sion der euro­päischen Erntedankfes­te verstan­den. Seine Bedeu­tung ist aber um­fas­sender – es ist ein Dank­fest für al­les Gu­te und allen Er­folg.

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Bildquellen: 
Göttin Xmucane / artedea.net
pexels-karolina-grabowska-5718104 / Karolina Grabowska / pexels.com

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Eine Antwort zu Thanks­giving – das Fest des Teilens

  1. Friederike H. schreibt:

    Leider gibt es auch eine andere Seite von Thanksgiving:
    https://dailycampus.com/2022/11/15/the-genocidal-myth-of-thanksgiving/
    https://www.snopes.com/fact-check/thanksgiving-massacre-pequot-tribe/
    und viele andere Artikel im www
    lg

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